Position der AfD bleibt unverändert: Kein Atommüll-Endlager in Sachsen-Anhalt!

Der Zwischenbericht der Bundesgesellschaft für Endlagerung hat die Bodenstrukturen in Deutschland bewertet. Dabei wurde für mehr als die Hälfte der Landesfläche Sachsen-Anhalts „günstige geologische Voraussetzungen“ für ein Atommüll-Endlager festgestellt.

Im Wesentlichen wurden die geologischen Daten der Bundesländer durch Berücksichtigung von Ausschlusskriterien und Mindestanforderungen als Vorauswahl zusammengeführt. In weiteren 10 Jahren soll eine endgültige Entscheidung für den Standort eines Endlagers getroffen werden.

Die AfD-Fraktion im Landtag lehnt ein solches Endlager auf dem Gebiet des Landes Sachsen- Anhalt kategorisch ab!

Dies begründet Lydia Funke, umweltpolitische Sprecherin der Fraktion: „Unser Land hat bereits ein Endlager, in das von 1981 bis 1998 37.000 Kubikmeter schwach- und mittelaktive radioaktive Abfälle – auch aus den alten Bundesländern und nicht nur aus DDR-Zeiten – zur Entsorgung eingelagert wurden. Die erforderliche Umrüstung der Grube wird noch 10 bis 15 Jahre, um mit der Verfüllung und damit Stilllegung des Endlagers zu beginnen, in Anspruch nehmen. Mit dieser Aufgabe ist Sachsen-Anhalt vollständig ausgelastet. Hinzu kommen unzählige Endlosaufgaben im Bereich der Altlastenentsorgung, für die sogar mittlerweile die Mittel ausgeschöpft sind. Ein Endlager ist kein probates Mittel für den Strukturwandel in der Zeit nach der Braunkohle.“

Andreas Gehlmann, energiepolitischer Sprecher, ergänzt: „Die Kernenergie konzentriert sich in Deutschland in einigen West-Bundesländern, für die Sachsen-Anhalt maßgeblich Strom aus erneuerbaren Energien bereitstellt, um den von Bundeskanzlerin Merkel beschlossenen Atomausstieg erst zu ermöglichen. Die Kosten für den Netzausbau in den Südwesten und die zunehmende Regulierung des Stromnetzes musste über Jahre einseitig die ostdeutsche Bevölkerung über ihrer Stromrechnung tragen. Entsprechend des Verursacherprinzips könnte der Freistaat Bayern nun ein Zeichen setzen und auf seinen großflächig geeigneten Bodenstrukturen ein Endlager errichten. Stattdessen lehnte Bayern dieses bereits im Vorfeld der bundesweiten Endlagersuche ab.“

Die AfD-Fraktion erwartet von der Regierungskoalition endlich eine klare Absage zu weiteren Atommüll aus Deutschland in Sachsen-Anhalt!